Turmgeheimnisse. Ausgrabungsfunde aus dem Schulglockenturm

Der Schulglockenturm (Haupttorturm) barg unter einer dicken Stroh- und Staubschicht mannigfaltige Zeugnisse aus mehreren Jahrhunderten, die in den Jahren 2008 und 2009 von Hobbyarchäologen in enger Absprache mit dem Landesamt für Denkmalpflege freigelegt wurden.

 

Zum Vorschein kamen Ofenkacheln und Keramikscherben unterschiedlichsten Alters, Holzgegenstände des täglichen Lebens und Schriftstücke verschiedenster Art. Ganz besonders außergewöhnlich ist der Erhalt mehrerer historischer Alltags-Textilien!

 

Die Fundstücke wurden gereinigt, aufgearbeitet (erfahrene Frauen rekonstruierten in akribischer Puzzle- und Klebearbeit unzählige Keramikgefäße) und in einen historischen Kontext gesetzt.

 

Die ausgestellten Funde umfassen eine Zeitspanne vom 12. bis zum 20. Jahrhundert und bieten auch einige Kuriositäten wie einen Läusekamm, eine handgemalte Spielkarte, Spielzeug aus Garnrollen u.v.m. Individuell angefertigte Modelle erklären manche Nutzung auf sehr anschauliche Weise und die präsentierten Informationen ermöglichen den Besuchern, historische Zusammenhänge mühelos zu erkennen.

Kirchenburgen in der Rhön